Aktuelles

Sept 16th // 13.00 // Innenministerium Berlin // Refugees welcome

Wir sind viel mehr, als wir denken. Eine Woche vor der Bundestagswahl wollen wir uns zeigen und laut sein. Wir wollen unsere Geschichte erzählen: von Flucht und Entrechtung, von Behörden und Rassismus, vom Willkommen und Bleiben. We’ll come united: Für eine Politik der Solidarität. Zusammen für alle!

Infos zu Bussen aus Frankfurt, Hanau, Darmstadt, Hochtaunus-Kreis und Wiesbaden findet ihr hier:

Busse zur We’ll come United Demo Berlin


 12. Mai 2017
Wir wollen nicht mehr schweigen

Wir sind Mitte 20. Wir sind privilegiert. Und wir sind nicht gewillt, diese Privilegien stillschweigend hinzunehmen. Die Crux an Privilegien ist, dass man sie gar nicht spürt, außer man trifft Menschen, die diese Privilegien nicht mit einem teilen.

Wir sind Teil von Mediennetz Mainz e.V., wir schließen Lücken in der Gesundheitsversorgung und wir sind es leid, Menschen sagen zu müssen, dass wir nichts mehr für sie tun können. Wir können nichts mehr für sie tun, weil sie zufällig im falschen Land und ohne das Privileg, hier bleiben zu können, geboren sind. Wir können nichts mehr für sie tun, weil Politiker und Politikerinnen aktiv Stimmung gegen ärztliche Gutachten machen. Wir können nichts mehr für sie tun, weil sie auf der falschen Rheinseite im falschen Bundesland wohnen.

Sie müssen zurück in ein Land, aus denen sie vor Terror und Verfolgung geflohen sind. Ein Land, in dem sie Dinge erleben mussten, die sie tief traumatisiert haben.

Zurück nach Afghanistan, die Ungewissheit, den Krieg.

Vielleicht gibt es sichere Gebiete in Afghanistan, aber es gibt dort keine Zukunft. Keine Zukunft ohne Hilflosigkeit, ohne Angst, ohne Flashbacks.

Wir wollen unser Privileg nutzen, unsere Meinung laut werden zu lassen. Wir fordern, dass diese willkürliche Abschiebepolitik endet!


April 2017: Arbeitspapier der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität

Menschen ohne Papiere haben in Deutschland einen Anspruch auf medizinische Versorgung. Die Bundesrepublik Deutschland hat mehrere internationale Abkommen unterzeichnet, die allen Menschen das Recht  auf Gesundheit und den Zugang zum Gesundheitssystem zusichern. Keine dieser Regelungen schließt Menschen aufgrund ihres Aufenthaltsstatus oder Migrationshintergrundes aus. „De facto werden Menschen ohne Papiere derzeit nur unvollständig – und meist unentgeltlich – in humanitären Parallelstrukturen zum Gesundheitssystem versorgt, da ihnen sonst  die Abschiebung droht“, sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie anlässlich des Weltgesundheitstages am 7. April.

Konkrete Hilfe erhalten Menschen ohne Papiere entweder in Modellprojekten, die so genannte anonymisierte Krankenscheine ausgeben oder  in humanitären Sprechstunden und Ambulanzen. Oder Patienten werden durch Mund zu Mund Propaganda in Praxen und Krankenhäusern vermittelt, die bereit sind, Menschen ohne Papiere unentgeltlich zu behandeln. Diese Initiativen existieren meist auf Spendenbasis, oft ehrenamtlich oder durch Verbände organisiert. „Diese regionalen Projekte sind weitgehend unkoordiniert und konzeptionell unterschiedlich. Sie können weder eine flächendeckende noch eine gesicherte Versorgung anbieten. Es ist daher davon auszugehen, dass ein Großteil der Betroffenen in Deutschland weitgehend unversorgt ist“, sagt Lilie

„Die Diakonie engagiert sich in einem Netzwerk von Sachverständigen aus der medizinischen Praxis, aus Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Kommunen, nichtstaatlichen Organisationen und der Wissenschaft mit dem Ziel, den Zugang zur medizinischen Versorgung für alle Menschen in Deutschland zu verbessern – ohne Rücksicht auf ihren Aufenthaltsstatus oder ihr Einkommen“, betont Lilie.

Dieses Netzwerk, die Bundesarbeitsgruppe Gesundheit/Illegalität, legt jetzt ein Arbeitspapier mit Problemstellungen und Lösungsansätzen vor. „Von den vorgeschlagenen Maßnahmen würden nicht nur Menschen ohne Papiere profitieren, sondern auch Asylsuchende, deutsche Nicht-Versicherte und in zunehmendem Maße EU-Bürger, die keinen Krankenversicherungsschutz nachweisen können“, sagt der Diakonie-Chef.

BAG Gesundheit_Illegalität_Arbeitspapier_Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papiere_April 2017_Web


 

10 JAHRE MEDINETZ MAINZ – WIR FEIERN TROTZDEM!

Samstag 19. November 2016
Hörsaal 505 der Universitätsmedizin Mainz

15:30 Uhr – Rückblick „10 Jahre Medinetz“ & Präsentation kooperierender Mainzer Initiativen

18:00 Uhr – Podiumsdiskussion „Ehrenamt: hilfreich, notwendig oder problematisch?“

ab 21:00 Uhr – Benefizparty im Baron mit jam[club], Musik von Eddy Hernández / Output D, M&M’s Schokoperlen der Tanzmusik

Eintritt frei – Spenden willkommen (Spendenvorschlag 4 €)


lesungengelhardteinladungEinladung zur Lesung mit Marc Engelhardt am 04.11.16 um 19:00 Uhr im Lomo, Ballplatz 2 in Mainz.

«Wir Auslandskorrespondenten erleben seit Jahren, wie komplex und vielfältig Flucht wirklich ist», so Marc Engelhardt. «Es ist nun wirklich gar nicht so, dass die ganze Welt nach Deutschland strömt, wie uns Populisten glauben machen wollen, das zeigen die Geschichten der Flüchtenden, die wir in unserem Buch aufgeschrieben haben.».
Veranstaltung von Weltladen unterwegs Mainz, Cardabela Buchladen und Medinetz Mainz e.V.


alameda_mitBegriffen_webMedinetz Mainz e.V. ist beteiligt an dem Projekt Alameda – Allee der Begegnungen. Die Allee der Begegnungen ist eine Kunstaktion am Rheinufer in Mainz, die am 25./26. August 2016 stattfindet. Dabei werden die Baumstämme mit farbigen Bändern umwickelt, gemalte Bilder, Objekte, Fotografien und/oder Stoffstreifen als Botschaften angehängt. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die sich an der Aktion beteiligen.

Das öffentliche Atelier am Schlosstor findet jeweils von 12 bis 18 Uhr am Rheinufer unter den Platanen statt. Jede/r – zufällige PassantIn oder BesucherIn kann mitmachen. Am Freitag, den 26. August ab 16 Uhr findet die Eröffnung der Galerie in der Allee mit einem kleinen Fest statt. Die Freiluftgalerie bleibt bis Sonntagabend zu besichtigen. Wir freuen uns auf alle, die mit aktiv werden wollen! Weitere Informationen auf der Webseite alameda2016.wordpress.com und auf facebook.


19.3.2016 | Fast jeden Tag sterben im Mittelmeer Menschen auf der Flucht vor dem Krieg. Wir trauern mit unseren geflüchteten Mitmenschen um ihre Angehörigen, die auf der Flucht ums Leben gekommen sind. In Solidarität mit den Angehörigen haben Armut und Gesundheit (www.armut-gesundheit.de) und Medinetz heute in der AZ eine Traueranzeige geschaltet, die an die Geflüchteten erinnert, die es nicht geschafft haben.

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19.3.2016 | An die 1.000 Menschen waren am vergangenen Samstag beim dem Musikflashmob vor dem Staatstheater in Mainz, um gegen Rassismus und rechte Gewalt zu demonstrieren!